Ich bin Bandleader

Schon während meines Studiums nahm ich Dinge gerne selbst in die Hand, kümmerte mich um Auftrittsmöglichkeiten, was in Pre-Net-Zeiten gar nicht so einfach war. So um 2000 herum, kurz nach meinem Studienabschluss tat ich mich dann mit dem Unternehmer Clemens Bender zusammen. Er hatte ein umfangreiches Netzwerk und ich die Musiker-Kontakte und das Know-How, um eine professionelle Coverband zu gründen. Die Band hiess Maximilian Syndicate, und wir hatten ziemlich schnell ziemlich viel zu tun. In Leipzig gab es jede Menge zu feiern und da waren wir gerne dabei. Als damals kleinere Besetzung und in unplugged-style gründeten wir außerdem MaxExpress, bis heute aktiv und sehr gefragt. Im Leipziger Club „Chocolate“ hatten wir seitdem unsere Home-Base, spielten dort 8 Jahre lang jeden Mittwoch und übernahmen dann sukzessive die After-Work-Lounge jeden 1. und 3. Donnerstag. Als der Club umziehen musste, waren wir mit dabei. Erst Corona sorgte für eine unfreiwillige Pause. Aber das ist ja einigermassen erledigt.

 

Back in the day

Ausserdem hatte ich mal noch die Band „Soulstreet“, als 10-köpfige Truppe mit Hornsection und ziemlich exklusivem Funk-Repertoire einigermassen ambitioniert. Eigentlich ein Wahnsinns-Projekt!

Hier ein Blick in die damalige Tangofabrik [Link Soulstreet Video], unbestritten damals und bis heute unübertroffener Club für Live-Gigs und Parties.

 

Ich bin Bassist

Popularmusik mit Hauptfach Bass habe ich studiert und zwar ziemlich lange. Die genaue Zeit verrate ich nicht (steht vielleicht in den Alumni-Daten der HMT Felix-Mendelssohn-Bartholdy), jedenfalls gab man mir am Ende zwei Diplome (künstlerisch und pädagogisch).

Grob könnte ich zwei Phasen skizzieren. In der ersten lernt man, viele Töne zu spielen, und die richtigen von falschen zu unterscheiden. Das dauert auf jeden Fall eine ganze Weile, und sollte mit Ende des Studiums in der Nähe des Kulminationspunktes sein.

In Phase II versucht man, diese ganzen Töne wieder auszusortieren und herauszufinden, welche wichtig sind. Klingt leicht? Ist es nicht.

Phase III:

jeder Ton ein Treffer. Komme ich bestimmt irgendwann mal hin…

 

Percussion

Ich liebe den Sound von Congas und das Spielgefühl mit den Handflächen auf dem Trommelfell. Auf eine unerklärliche Weise macht es mich glücklich. Nun, wenn man an den Congas arbeitet, liegt die Cajon auch recht nahe. Wenn man ein bisschen geübt hat, wird das Instrument äusserst intuitiv und man spart man sich den Hocker. Obwohl ich hier eher spätberufen bin, darf ich doch ziemlich viel spielen.

 

 

Komposition

Als ich noch mehr Zeit hatte, verbrachte ich Nächte im (eigenen) Studio, produzierte Songs, ein paar veröffentlichte ich auch. [] Meine Jazz-Komposition Macia war 1996 mit bei einem Jazz-Nachwuchspreis dabei. Ich komponierte diverses im Auftrag…

Dann eine ganze Weile sehr wenig. Diese Pause führe ich zum einen darauf zurück, dass ich wirklich viel anderes zu tun hatte. Bands leiten, Gigs spielen, Familie, etc.

Vermutlich hatte ich auch sowas wie eine Schreibblockade. Irgendwie hatte ich lange das Gefühl, ich hätte nichts beizutragen, alles was ich sagen könnte (musikalisch oder textlich), sei schon x-mal besprochen worden. Warum ich meine Meinung geändert habe, verrate ich gerne, aber nicht hier.

Seit einiger Zeit bin ich auf diesem Feld wieder aktiver. Für Der Lerche & die Fürst schreibe ich die musikalischen Themen der Hypnose und produziere die Klangbetten. Bei der Band IO:A trage ich Songs bei und parallel sammle ich Material zur Solo-Veröffentlichung.

 

 

 

ISideman

Wenn man szenenbekannter Bandleader ist, wird man eher seltener als Begleitmusiker verpflichtet. Das mag daran liegen, dass erwartet wird, man hätte, a) keine Zeit, b) exorbitante Gagenvorstellungen, c) gar kein Interesse…

Oder aber man wird als heimlicher Beobachter oder gar Konkurrent angesehen.

Es gibt jedoch Kollegen, denen das alles egal ist. Die Fragen einfach…manchmal klappt’s dann auch (siehe IO:A, KaiserSisters)

 

Um das klarzustellen: manchmal bin ich sehr gerne nur für das Bass-Spielen zuständig, das ist ein bisschen wie Urlaub und Arbeit in einem. Lieblingsarbeit.

 

Du hast die coolste Band ever? Ohne mich?

Stefan als Side-Man anfragen